Schrägstreifen
Dekorative Abschlüsse an Ecken, Kanten und Ausschnitten
Schrägstreifen oder bereits geformte Schrägbänder können fertig im Fachhandel als Meterware oder
SB- Packungen gekauft werden. Es gibt sie in verschiedenen Farben und Breiten, das Material ist vorzugsweise Baumwolle oder Duchesse.
Individueller werden die Abschlüsse natürlich mit selbst zugeschnittenen Bändern, die farblich und vom Muster her auf den Stoff abgestimmt werden können.
Schrägstreifen werden immer diagonal zum Fadenlauf zugeschnitten. Legen Sie eine Ecke vom Stoff so um, dass sich der Längs- und der Querfadenlauf im rechten Winkel treffen.
Die diagonale Bruchkante ergibt die gewünschte Schräge.
 
Abb1
Ganz wichtig ist der schräge Fadenlauf, damit sich der Stoff leichter den Rundungen anpasst.
Manchmal benötigt man einen sehr langen Schrägstreifen. Nähen Sie in diesem Fall die Stoffstreifen im geraden Fadenlauf aufeinander. Überstehende Ecken werden abgeschnitten.
 Abb2
Sehr hilfreich beim Zuschnitt sind die für Patchworkarbeiten erhältlichen transparenten Kunststofflineale (von PRYM u.a.), die Führungslinien für die verschiedenen Winkel aufgezeichnet haben.
Zum Zuschneiden ist der Rollschneider das richtige Schneidewerkzeug.
Zum Formen der Schrägbänder bieten verschiedene Hersteller Schrägbandformer in mehreren Breiten an.
Zuschnitt für die verschiedenen Schrägbandformer:
offene Bandbreite 13 mm, fertige Breite gefalzt: 6 mm
offene Bandbreite 25 mm, fertige Breite gefalzt: 12 mm
offene Bandbreite 36 mm, fertige Breite gefalzt: 18 mm
offene Bandbreite 48 mm, fertige Breite gefalzt: 25 mm
offene Bandbreite 96 mm, fertige Breite gefalzt: 50 mm
Bei sehr dünnen Stoffen ca. 2mm zugeben
Für manche Nähmaschinen gibt es spezielle Bandeinfasser, die die Arbeit sehr erleichtern.
Bitte informieren Sie sich in der Gebrauchsanleitung Ihrer Maschine oder fragen Sie Ihren Nähmaschinenhändler.
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